„Ist nach dem Urteil zu Kippenbergers Paris-Bar-Bildern jetzt auch jeder Rahmenbauer als Urheber zu nennen?“
— Bernhard Schulz, Weltkunst, März 2026
„Billige Poster brauchten nur einen billigen Rahmen, um beides zusammen zum Vielfachen des Einkaufspreises loszuschlagen.“
— Ursula Scheer über Larry Gagosian zum 80. Geburtstag, F.A.Z., 19. April 2025
„Originally curated by Werner Murrer the passionate frame expert and craftsman from Munich, who hunted down many of the lost frames and reunited them with Kirchner’s paintings, this ambitious exhibition is a unique opportunity to view the Expressionist masterpieces as Kirchner intended.“
— Amanda Jane West, LinkedIn, 12. April 2025
„… das hierarchiefreie Nebeneinander von solide gerahmten und nur lose an die Wand gepinnten Bildern …“
— Peter Richter über die Ausstellung WELTRAUM von Wolfgang Tillmans im ALBERTINUM Dresden, SZ, 13. März 2025
„Zum heutigen Zeitpunkt ist der Beruf des Rahmenexperten vielleicht noch kein etabliertes Berufsbild. Aber gab es vor zwanzig Jahren schon den Beruf des Provenienzforschers?“
— Werner Murrer, ArtVenture Club, Berufs-Bilder № 3, 18. Februar 2025
„I really want to know what that picture will look like if I break its frame.“ „I don’t like picture frames, because they often cover up what’s interesting.“ „To frame something is, to me, to enclose it, to beautify it and to fence it in.“
— Franziska Reinbothe in: https://www.collectorsagenda.com/en/in-the-studio/franziska-reinbothe, February 2025
„Die Rahmen werden nicht mehr nur als Beiwerk wahrgenommen, sondern rücken ins Zentrum der Betrachtung.“
— Werner Murrer im Interview mit Katharina Beisiegel, Kirchner+ Das Ausstellungsmagazin, Februar 2025
„CO₂ war ein großes Thema Anfang der Neunzigerjahre, und meine Entscheidung damals, meine großen Bilder nicht rahmen zu lassen, hatte wirklich auch einen Umweltaspekt.“
— Wolfgang Tillmans, SZ Magazin, Edition 46, 15. November 2024
„Wer einmal mit Werner Murrer über Bilderrahmen gesprochen hat, der betrachtet Kunst mit anderen Augen. Zu oft stecken Bilder im falschen Rahmen - Murrers Forschung, zum Beispiel zu den Expressionisten, ist wirklich bahnbrechend.“
— Lisa Zeitz, Der WELTKUNST-Newsletter von Lisa Zeitz, 4. Oktober 2024
„Die Schüler von Bernd und Hilla [Becher] … hatten verstanden, dass man die Rahmung und Präsentation der Arbeiten nicht der Sparsamkeit des Kunsthandels überlassen durfte.“
„Und auch das Ausstellungsmachen selbst war mitunter ein Vergnügen: das Aussuchen, Rahmen, Zusammenstellen, Hängen … Diese Setzungen haben natürlich Spaß gemacht, und wir konnten uns auch Experimente leisten …“
— Lothar Schirmer, Die Bienenkönigin nährt am Ende alle … Gespräche zu Kunst und Büchern, 2024
„Lisa Marei Schmidt: Wir haben doch dieses Projekt zu den Rahmen gemacht, mit Werner Murrer zusammen, was für mich auch ein totales Highlight war, weil ich danach […] kein Werk mehr ohne den Rahmen betrachten kann. [… ]
Lisa Zeitz: Ja, ich zähle auch zu den vielen Werner-Murrer-Fans. Die Rahmen, wenn man sich damit mal so beschäftigt, dann kann man nur sagen …
Lisa Marei Schmidt: ... man kann nicht mehr zurück.“
— Podcast, WELTKUNST, Was macht die Kunst?, Lisa Zeitz im Gespräch mit Lisa Marei Schmidt, Folge 34, 22. August 2023, https://www.weltkunst.de/weltkunst-podcast-was-macht-die-kunst
„Als Maler muss man konservativ sein. Denn sonst müsste man sich gar nicht erst die Mühe machen, eine Leinwand aufzuspannen, um dann für das Resultat der malerischen Bemühungen noch einen Rahmen verfertigen zu lassen. Das ist doch ein zutiefst konservativer Gestus.“
— Neo Rauch im Gespräch mit Benedict Neff, Neue Züricher Zeitung, 19. Juni 2023
„Es geht mir nicht mehr aus dem Sinn, wie er (Not Vital) sich einmal bei uns auf der Ofenbank niederliess und eine neue Zeichnung gegen eine ältere austauschte. Er nahm die auszutauschende Zeichnung eigenhändig aus einem seiner selbst geschlämmten Rahmen heraus, zerknüllte sie und warf sie vor unseren Augen in das Ofenfeuer.“
— Hans-Jörg Ruch im Gespräch mit Lynn Kost über den Künstler Not Vital, DU Kulturmagazin 881, Februar 2018
„Entsetzlich!“
— Gerhard Richter zur schokoladenbraunen Rahmung mit Goldkante seines Werkes Villa S. – Haus Sohl (1972), Sammlung Würth, im Gespräch mit Sabine Moritz-Richter, Prof. Dr. Kathinka Schreiber und Werner Murrer, Atelier Gerhard Richter, Köln, 31. Mai 2023
„Ob ein Gerhard Richter oder ein Ernst Ludwig Kirchner, der falsche Rahmen kann sämtliche Kunst erschlagen, und sei sie noch so gut.“
— Werner Murrer, Grisebach Podcast, 22. Oktober 2022
„I’m leaving the table I’m out of the game I don’t know the people In your picture frame“
— Leonard Cohen, Leaving the Table, 2016
„Robert [Mapplethorpe] kaufte dutzendweise zeitlose silberne Bilderrahmen. Für einen Dollar pro Stück waren sie sehr beliebt; man traf sogar Leute wie Susan Sontag, die sie dort kauften.“ „... die finanziellen Mittel, in jedem Foto genau das umzusetzen, was ihm vorschwebte, und sich von einem Schreiner, Robert Fosdick, aufwendig gestaltete Rahmen bauen zu lassen.“
— Patti Smith, Just Kids. Die Geschichte einer Freundschaft, 19. Januar 2010
„Was den Rahmen betrifft: damals verwendete ich manchmal eine Leiste als “Kantenschutz“, ca. 25mm breit und 5mm dick, irgend ein billiges Holz. Meist bevorzugte ich – wie noch heute – die Leinwand ohne Rahmen.“
— Gerhard Richter über sein Werk Tante Marianne (1965) in einer E-Mail an Jürgen Schreiber vom 18.05.2005
„The real damage done to our environment is not done by graffiti writers and drunken teenagers, but by big business… exactly the people who put gold-framed pictures of landscapes on their walls and try to tell the rest of us how to behave.“
— Banksy quoted on Channel 4 News, 13 October 2005
„Der Fehler fängt schon an, wenn einer sich anschickt, Keilrahmen und Leinwand zu kaufen.“
— Joseph Beuys, 1. Januar 1985
„Ich habe meine Rahmen ja immer selbst gemacht, d.h. nicht in Holz verfertigt, das hat der Schreiner gemacht, sondern die Farbgebung. Denn man kann mit einem Rahmen, der ja zu gleicher Zeit auch der Abschluss ist der Umwelt, auch ein Bild kaputt machen.“
— Franz Radziwill im Filmporträt von Viktoria von Flemming, 1977
„Viktor zupfte an seinen Manschetten, trank Tee, die Wand hinter ihm war durchsiebt, der Monet-Rahmen zersplittert …“
— Hildegard Knef, Der geschenkte Gaul, 1970
„Es ist der leere Rahmen, der uns zum Sehen zwingt.” „Warum werden Bilder denn gerahmt? Warum wirken sie anders, wenn wir sie aus dem Rahmen lösen?“
— Max Frisch, Tagebuch 1946 - 1949, 1950
„mit Gbl. / Rahmen ausgesucht / ...“
— Max Beckmann, Tagebuch, 27. Januar 1944. In: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
„Ungerahmte Bilder gebe ich niemals auf Ausstellungen, das geht bei meinen Arbeiten nicht. Wenn ich etwas mache, so recht und so gut als irgend möglich, sonst lieber nicht.“
— Ernst Ludwig Kirchner in einem Brief an Lucas Lichtenhan, Leiter der Baseler Kunsthalle, 05. Oktober 1937
„Of course you can tell it is a finished picture,“ he used to explain to the other American painters who came and looked dubiously, „you can tell because it has a frame; now whoever heard of anybody framing a canvas if the picture isn’t finished.“
— Gertrude Stein, The Autobiography of Alice B. Toklas, 1933
„Sein ganzes stilles Leben lang kämpfte er den lautlosen, […] sehr vornehmen Kampf um die Gebirgigmachung […] des Rahmens.“
— Robert Walser, Cézanne-Gedanken, Neue Zürcher Zeitung, 16.10.1928 (Feuilleton)
„Der friedlichere Pfarrer … rettete [sogar mein Bild], indem er es hastig aus dem Rahmen schnitt und außer Gefahr brachte.“
— Lovis Corinth, Selbstbiographie, Leipzig: Verlag von S. Hirzel, 1926
„Meine Sorge ist jetzt ein Rahmen für die Bilder – noch kann ich nicht bezahlen, trotz seiner Einfachheit.“
— Franz Radziwill an Wilhelm Niemeyer, 9. Juli 1924
„»Bilder« … um, in Goldrahmen gepreßt, ihr Sonderdasein in den Salons und Museen zu führen; es sind vielmehr Tafeln, die den Rahmen sprengen …“
— Oskar Schlemmer, Tagebuch, November 1919, in: Briefe und Tagebücher, hg. von Tut Schlemmer, Stuttgart 1958
„And if the painting looks good in a simple frame, why put gilding around it?“
— Vincent van Gogh to Willemien van Gogh. Saint-Rémy-de-Provence, 21 October 1889
„We’re very satisfied with making frames with simple strips of wood nailed on the stretching frame and painted, which I’ve started doing. Do you know that Gauguin is partly the inventor of the white frame? But the frame made from four strips of wood nailed on the stretching frame costs 5 sous, and we’re certainly going to perfect it. It serves very well, since this frame doesn’t stick out at all and is one with the canvas.“
— Vincent van Gogh to Theo van Gogh, Arles, 10. November 1888
„Seurat isn’t in town yet, and I don’t know what he’s doing. He’s very strong, that fellow, and I agree with you that his carefully chosen frame was well worth all manner of expensive frames.“
— Theo van Gogh to Vincent van Gogh, Paris, 19. October 1888
„But all the same it astonishes me that you tell me about them and their frame (costing, if I remember rightly, 2,000 francs), but that you don’t say a single word about what there was in that frame, nor a single word about what they’ve done in paintings.“
— Vincent van Gogh to Theo van Gogh, Arles, 17. October 1888
„FRAMES. None but Gold Frames can be admitted.“
— Royal Academy, London, 1847 - 1920
„[Der Künstler] täte gut daran, selbst die Rahmung zu wählen, die das Bild am besten zur Geltung bringt, und die Teile seines Gemäldes, die daran angrenzen, darauf abzustimmen.“
— Michel-Eugène Chevreul, De la loi du contraste simultané des couleurs, Paris 1839
„Wenn ein Rahmen für ein Gemälde nötig ist, damit es sich von der Umgebung abhebt, schmälert er die vom Maler beabsichtigte Illusion mehr oder minder. Im Folgenden geht es allein um das farbliche Verhältnis zwischen Rahmen und dem Bild, das er fasst.“
— Michel-Eugène Chevreul, De la loi du contraste simultané des couleurs, Paris 1839
„Jedes Kunstwerk bringt seinen Rahmen mit auf die Welt; es muß ihn merken lassen.“
— Friedrich Schlegel, Fragment (um 1798–1800), in: Fragmente zur Ästhetik und Poetik, Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe, Bd. 17/1, 1981, S. 92.