Zitate | Quotes

Ist nach dem Urteil zu Kippenbergers Paris-Bar-Bildern jetzt auch jeder Rahmenbauer als Urheber zu nennen?
— Bernhard Schulz, Weltkunst, März 2026
Berlin art is not only painting and sculpture, not all these things that fit into a frame or pedestal, but it’s also performance, performance, performance.
— Klaus Biesenbach, Instagram Reel, 16.03.2026
Billige Poster brauchten nur einen billigen Rahmen, um beides zusammen zum Vielfachen des Einkaufspreises loszuschlagen.
— Ursula Scheer über Larry Gagosian zum 80. Geburtstag, F.A.Z., 19. April 2025
Originally curated by Werner Murrer the passionate frame expert and craftsman from Munich, who hunted down many of the lost frames and reunited them with Kirchner’s paintings, this ambitious exhibition is a unique opportunity to view the Expressionist masterpieces as Kirchner intended.
— Amanda Jane West, LinkedIn, 12. April 2025
… das hierarchiefreie Nebeneinander von solide gerahmten und nur lose an die Wand gepinnten Bildern …
— Peter Richter über die Ausstellung WELTRAUM von Wolfgang Tillmans im ALBERTINUM Dresden, SZ, 13. März 2025
I really want to know what that picture will look like if I break its frame.“
„I don’t like picture frames, because they often cover up what’s interesting.“
„To frame something is, to me, to enclose it, to beautify it and to fence it in.
— Franziska Reinbothe in: https://www.collectorsagenda.com/en/in-the-studio/franziska-reinbothe, Februar 2025
Zum heutigen Zeitpunkt ist der Beruf des Rahmenexperten vielleicht noch kein etabliertes Berufsbild. Aber gab es vor zwanzig Jahren schon den Beruf des Provenienzforschers?
— Werner Murrer, ArtVenture Club, Berufs-Bilder № 3, 18. Februar 2025
Die Rahmen werden nicht mehr nur als Beiwerk wahrgenommen, sondern rücken ins Zentrum der Betrachtung.
— Werner Murrer im Interview mit Katharina Beisiegel, Kirchner+ Das Ausstellungsmagazin, Februar 2025
CO₂ war ein großes Thema Anfang der Neunzigerjahre, und meine Entscheidung damals, meine großen Bilder nicht rahmen zu lassen, hatte wirklich auch einen Umweltaspekt.
— Wolfgang Tillmans, SZ Magazin, Edition 46, 15. November 2024
Wer einmal mit Werner Murrer über Bilderrahmen gesprochen hat, der betrachtet Kunst mit anderen Augen. Zu oft stecken Bilder im falschen Rahmen – Murrers Forschung, zum Beispiel zu den Expressionisten, ist wirklich bahnbrechend.
— Lisa Zeitz, Der WELTKUNST-Newsletter von Lisa Zeitz, 4. Oktober 2024
Die Schüler von Bernd und Hilla [Becher] … hatten verstanden, dass man die Rahmung und Präsentation der Arbeiten nicht der Sparsamkeit des Kunsthandels überlassen durfte.“

„Und auch das Ausstellungsmachen selbst war mitunter ein Vergnügen: das Aussuchen, Rahmen, Zusammenstellen, Hängen … Diese Setzungen haben natürlich Spaß gemacht, und wir konnten uns auch Experimente leisten …
— Lothar Schirmer, Die Bienenkönigin nährt am Ende alle … Gespräche zu Kunst und Büchern, 2024
Lisa Marei Schmidt: Wir haben doch dieses Projekt zu den Rahmen gemacht, mit Werner Murrer zusammen, was für mich auch ein totales Highlight war, weil ich danach […] kein Werk mehr ohne den Rahmen betrachten kann. […]

Lisa Zeitz: Ja, ich zähle auch zu den vielen Werner-Murrer-Fans. Die Rahmen, wenn man sich damit mal so beschäftigt, dann kann man nur sagen …

Lisa Marei Schmidt: ... man kann nicht mehr zurück.
— Podcast, WELTKUNST, Was macht die Kunst?, Lisa Zeitz im Gespräch mit Lisa Marei Schmidt, Folge 34, 22. August 2023, https://www.weltkunst.de/weltkunst-podcast-was-macht-die-kunst
Als Maler muss man konservativ sein. Denn sonst müsste man sich gar nicht erst die Mühe machen, eine Leinwand aufzuspannen, um dann für das Resultat der malerischen Bemühungen noch einen Rahmen verfertigen zu lassen. Das ist doch ein zutiefst konservativer Gestus.
— Neo Rauch im Gespräch mit Benedict Neff, Neue Zürcher Zeitung, 19. Juni 2023
Entsetzlich!
— Gerhard Richter zur schokoladenbraunen Rahmung mit Goldkante seines Werkes Villa S. – Haus Sohl (1972), Sammlung Würth, im Gespräch mit Sabine Moritz-Richter, Prof. Dr. Kathinka Schreiber und Werner Murrer, Atelier Gerhard Richter, Köln, 31. Mai 2023
Segantini’s frames were not neutral surrounds but an integral part of the presentation of his paintings.“

„The Getty removed Segantini’s original frame and replaced it with a plain modern one.“

 „Shame upon the Getty.
— The Frame Blog, Giovanni Segantini’s Frames, 2. Juli 2022 – zum Austausch eines originalen Segantini-Rahmens im J. Paul Getty Museum, Los Angeles, durch einen weißen, angeblich »shakeresque« anmutenden Museumsrahmen.
Ob ein Gerhard Richter oder ein Ernst Ludwig Kirchner, der falsche Rahmen kann sämtliche Kunst erschlagen, und sei sie noch so gut.
— Werner Murrer, Grisebach Podcast, 22. Oktober 2022
Es geht mir nicht mehr aus dem Sinn, wie er (Not Vital) sich einmal bei uns auf der Ofenbank niederliess und eine neue Zeichnung gegen eine ältere austauschte. Er nahm die auszutauschende Zeichnung eigenhändig aus einem seiner selbst geschlämmten Rahmen heraus, zerknüllte sie und warf sie vor unseren Augen in das Ofenfeuer.
— Hans-Jörg Ruch im Gespräch mit Lynn Kost über den Künstler Not Vital, DU Kulturmagazin 881, Februar 2018
I’m leaving the table
I’m out of the game
I don’t know the people
In your picture frame
— Leonard Cohen, Leaving the Table, 2016
Robert [Mapplethorpe] kaufte dutzendweise zeitlose silberne Bilderrahmen. Für einen Dollar pro Stück waren sie sehr beliebt; man traf sogar Leute wie Susan Sontag, die sie dort kauften.“
„… die finanziellen Mittel, in jedem Foto genau das umzusetzen, was ihm vorschwebte, und sich von einem Schreiner, Robert Fosdick, aufwendig gestaltete Rahmen bauen zu lassen.
— Patti Smith, Just Kids. Die Geschichte einer Freundschaft, 19. Januar 2010
The real damage done to our environment is not done by graffiti writers and drunken teenagers, but by big business … exactly the people who put gold-framed pictures of landscapes on their walls and try to tell the rest of us how to behave.
— Banksy quoted on Channel 4 News interview, 13. Oktober 2005
Was den Rahmen betrifft: damals verwendete ich manchmal eine Leiste als ›Kantenschutz‹, ca. 25 mm breit und 5 mm dick, irgend ein billiges Holz. Meist bevorzugte ich – wie noch heute – die Leinwand ohne Rahmen.
— Gerhard Richter über sein Werk Tante Marianne (1965) in einer E-Mail an Jürgen Schreiber vom 18. Mai 2005
›So Keilrahmen‹, meinte der Imi später zu mir, ›sind hinter jedem Bild!‹“

„Steckte der Keilrahmen nicht auch hinterm Schwarzen Quadrat?
— Johannes Stüttgen, Der Keilrahmen des Imi Knoebel 1968/89, Erhard Klein, Bonn & Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 1991
Der Fehler fängt schon an, wenn einer sich anschickt, Keilrahmen und Leinwand zu kaufen.
— Joseph Beuys, 1. November 1985
Ich habe meine Rahmen ja immer selbst gemacht, d.h. nicht in Holz verfertigt, das hat der Schreiner gemacht, sondern die Farbgebung. Denn man kann mit einem Rahmen, der ja zu gleicher Zeit auch der Abschluss ist der Umwelt, auch ein Bild kaputt machen.
— Franz Radziwill im Filmporträt von Viktoria von Flemming, 1977
Viktor zupfte an seinen Manschetten, trank Tee, die Wand hinter ihm war durchsiebt, der Monet-Rahmen zersplittert …
— Hildegard Knef, Der geschenkte Gaul, 1970
Als ich eintraf, sah ich Alice, wie sie gerade mit einem Fuß auf dem Rahmen des Porträts von Madame Cézanne stand und versuchte, die Leinwand zu lösen. Ich hielt sie davon ab und machte mich selbst daran, dieses herrliche Werk auf weniger gewaltsame Weise aus dem Rahmen zu nehmen. Sie wollten nur dieses Bild und das von Picasso gemalte Porträt Gertrudes mit sich nehmen.
— Daniel-Henry Kahnweiler über Alice B. Toklas, Augenblick, Jg. 5, Heft 1, 1961
Meine Rahmen werden aus Fichtenholz gemacht und die sichtbaren Seiten furniert mit geflammter Birke oder Eschenfurnier.
— Emil Nolde an Günther Franke, 17. Juli 1951
Ich gebe meinen Bildern nur eine schmale Kante, am liebsten eine, die rund und weiß ist.“

„Ein gutes Bild hält viel aus. Nur schlechte Bilder müssen ganz sein und vornehme, schwere Rahmen haben.
— Edvard Munch, in: Rolf Stenersen, Edvard Munch, Zürich 1949
Es ist der leere Rahmen, der uns zum Sehen zwingt.“

„Warum werden Bilder denn gerahmt? Warum wirken sie anders, wenn wir sie aus dem Rahmen lösen?
— Max Frisch, Tagebuch 1946 - 1949, 1950
mit Gbl. /
Rahmen ausgesucht / …
— Max Beckmann, Tagebuch, 27. Januar 1944. In: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
The frame is the boundary between the real world and the world of the painting.
— Kenneth Clark, One Hundred Details from Pictures in the National Gallery, London 1938
Ungerahmte Bilder gebe ich niemals auf Ausstellungen, das geht bei meinen Arbeiten nicht. Wenn ich etwas mache, so recht und so gut als irgend möglich, sonst lieber nicht.
— Ernst Ludwig Kirchner in einem Brief an Lucas Lichtenhan, Leiter der Baseler Kunsthalle, 05. Oktober 1937
Ich habe den Rahmen auch noch etwas ruhiger getönt und sah es im Museum ganz wunderbar aus, als ich Abschied nahm.
— Ernst Ludwig Kirchner an Conrad von Mandach, 27. April 1933
Der grosse stehende Akt [...] hat fast geheimnisvolle Eigenschaften [...]. Oft tritt er fast aus dem Rahmen.
— Brief von Ernst Ludwig Kirchner an Carl Hagemann, 4. April 1933
Of course you can tell it is a finished picture,“
he used to explain to the other American painters who came and looked dubiously,
„you can tell because it has a frame; now whoever heard of anybody framing a canvas if the picture isn’t finished?
— Gertrude Stein, The Autobiography of Alice B. Toklas, 1933
Tönung und Profile, denke ich, werden so gut zu den Bildern passen.
— Karl Schmidt-Rottluff an Carl Hagemann, 10. Juni 1932
Die neuen Rahmen habe ich gleich aufgezeichnet und dem Tischler in Auftrag gegeben – ehe sie nun gemacht und vor allem getönt werden.
— Karl Schmidt-Rottluff an Carl Hagemann, 8. Mai 1932
Um alle Bilder, fast alle, setzte ich schwarze Holzrahmen. Sie konnten es ertragen. Es war der größte Gegensatz zu den üblichen, spielerisch rokokovergoldeten französischen Gipsrahmen.“

„Beim Experimentieren hatte ich einen Rahmen mit Teer angestrichen; es gab einen schönen braunen Ton. Als ich in die Ausstellung kam, roch der ganze Raum nach Teer.
— Emil Nolde, Mein Leben, 1931
Sein ganzes stilles Leben lang kämpfte er den lautlosen, […] sehr vornehmen Kampf um die Gebirgigmachung […] des Rahmens.
— Robert Walser, Cézanne-Gedanken, Neue Zürcher Zeitung, 16. Oktober 1928
Ich habe auch schon gar keine Lust mehr Ausstellungen zu besenden, denn dieselben kosten nur noch Geld und die Rahmen kommen beschädigt zurück.
— Max Pechstein an Alexander Gerbig, 11. April 1928
Der friedlichere Pfarrer … rettete [sogar mein Bild], indem er es hastig aus dem Rahmen schnitt und außer Gefahr brachte.
— Lovis Corinth, Selbstbiographie, Berlin, 1926
Niemand kann mittelloser und mehr ohne Aussichten gewesen sein, als ich. […] Wie oft schenkte mir eine arme Vorstadtbäckerfrau die schwarz gebrannten Brödchen ohne Bezahlung, [...] oder ein Tisch[l]er machte mir Rahmen auf Borg [...].
— Brief von Ernst Ludwig Kirchner an Hans Mardersteig, 25. März 1925
Meine Sorge ist jetzt ein Rahmen für die Bilder – noch kann ich nicht bezahlen, trotz seiner Einfachheit.
— Franz Radziwill an Wilhelm Niemeyer, 9. Juli 1924
›Bilder‹ … um, in Goldrahmen gepreßt, ihr Sonderdasein in den Salons und Museen zu führen; es sind vielmehr Tafeln, die den Rahmen sprengen …
— Oskar Schlemmer, Tagebuch, November 1919
Ich will die Bilder nur in einfachen Bretterrahmen.
— Ernst Ludwig Kirchner an Henry van de Velde, 16. Januar 1918
Der Eugen soll die Leisten holen und vom Tischler zusammenfügen lassen – auf der Rückseite unten eine Leiste und oben an den Ecken Klötze – und er soll sie schwarz dünn streichen.
— Otto Mueller an Maschka Mueller, 23. Dezember 1917
[…] die Rahmen um die Bilder müssen schnell gemacht werden […]
— Otto Mueller an Maschka Mueller, 15. Dezember 1917
[…] ein Rahmen mußte darum gemacht werden […] mit Goldbronze gestrichen und das übrige blauschwarz […]
— Otto Mueller an Maschka Mueller, 11. Juni 1917
Ganz einfache Ecken und ganz schwarz und breit.
— Ernst Ludwig Kirchner an Carl Hagemann, 10. November 1916
Ich glaube ja, dass grüngold immer am besten aussieht um die Bilder, aber der Rahmen richtet sich ja auch nach der Wohnung.
— Ernst Ludwig Kirchner in einem Brief an Carl Hagemann, 25. Oktober 1916
Ein Kohlestrich auf einer Mauer kann größere Kunst sein als zehn Bilder auf solidem Grund mit feinem Goldrahmen.
— Edvard Munch
Art is limitation; the essence of every picture is the frame.
— G. K. Chesterton, Orthodoxy, London 1908
Wollen Sie freundlichst mir mitteilen, wie die vollständige Mattheit der Farbe erzielt wird; ich würde es gern wissen, weil ich ähnliche Effekte an meine Bilderrahmen anbringe.
— Emil Nolde an Ernst Sauermann, 1. September 1905
Sie sollten in Zukunft mehr Nachdruck legen auf ordentliche Rahmen. Das Publicum meint, ein gut gerahmtes Bild sei mehr wert als ein schlecht gerahmtes.
— Max Linde an Edvard Munch, 7. April 1903
Der Rahmen eines Kunstwerks hat die Aufgabe, das Kunstwerk gegen die Umwelt abzuschließen und es zugleich auf diese zu beziehen.
— Georg Simmel, Der Rahmen. Ein ästhetischer Versuch, 1902
Ein Gemälde muss, um richtig bewundert und geschätzt zu werden, in seinem Umriss eingeschlossen sein.“

„Der Umriss ist nichts anderes als der Rahmen … nicht nur eine harmonische Dekoration von Bild und Umgebung, sondern sogar ein wesentliches Element dafür, dass das Gemälde richtig bewundert und genossen werden kann.“

„Wenn ein Rahmen nach den Regeln von Kunst und Wissenschaft gestaltet ist, verleiht er den Farben des Bildes neuen Glanz.“

„Ein und derselbe Rahmen kann nicht zugleich für ein Porträt wie für eine Landschaft dienen.
— Michel Angelo Guggenheim, Le cornici italiane dalla metà del secolo XV allo scorcio del XVI, Milano: Ulrico Hoepli, 1897
The frame should be designed for the picture, not the picture for the frame.
— James McNeill Whistler, letter to the Fine Art Society, 1890
Man verkaufte die Rahmen, verbrannte sie, um das Gold der Vergoldung zu gewinnen, oder zerstörte sie, um sie durch moderne zu ersetzen.“

„Gemälde, die von ihren ursprünglichen Rahmen getrennt worden waren, wurden mit dem schlechten Geschmack ihrer Zeit neu gerahmt.
— Michel Angelo Guggenheim, Le cornici italiane dalla metà del secolo XV allo scorcio del XVI, Milano: Ulrico Hoepli, 1897
And if the painting looks good in a simple frame, why put gilding around it?
— Vincent van Gogh an Willemien van Gogh, Saint-Rémy-de-Provence, 21. Oktober 1889
We’re very satisfied with making frames with simple strips of wood nailed on the stretching frame and painted, which I’ve started doing.
Do you know that Gauguin is partly the inventor of the white frame?
But the frame made from four strips of wood nailed on the stretching frame costs 5 sous, and we’re certainly going to perfect it. It serves very well, since this frame doesn’t stick out at all and is one with the canvas.
— Vincent van Gogh an Theo van Gogh, Arles, 10. November 1888
Seurat isn’t in town yet, and I don’t know what he’s doing. He’s very strong, that fellow, and I agree with you that his carefully chosen frame was well worth all manner of expensive frames.
— Theo van Gogh an Vincent van Gogh, Paris, 19. Oktober 1888
But all the same it astonishes me that you tell me about them and their frame (costing, if I remember rightly, 2,000 francs), but that you don’t say a single word about what there was in that frame, nor a single word about what they’ve done in paintings.
— Vincent van Gogh an Theo van Gogh, Arles, 17. Oktober 1888
Ein Bild ist nicht vollständig, solange es nicht gerahmt ist.
— Edgar Degas, Brief an Henri Rouart, um 1885
Der Rahmen ist das notwendige Ornament des Gemäldes.
— Charles Baudelaire, Salon de 1846
FRAMES. None but Gold Frames can be admitted.
— Royal Academy, Exhibition Regulations, London, 19. Jahrhundert
[Der Künstler] täte gut daran, selbst die Rahmung zu wählen, die das Bild am besten zur Geltung bringt, und die Teile seines Gemäldes, die daran angrenzen, darauf abzustimmen.“

„Wenn ein Rahmen für ein Gemälde nötig ist, damit es sich von der Umgebung abhebt, schmälert er die vom Maler beabsichtigte Illusion mehr oder minder. Im Folgenden geht es allein um das farbliche Verhältnis zwischen Rahmen und dem Bild, das er fasst.
— Michel-Eugène Chevreul, De la loi du contraste simultané des couleurs, 1839
Jedes Kunstwerk bringt seinen Rahmen mit auf die Welt; es muß ihn merken lassen.
— Friedrich Schlegel, Fragment (um 1798–1800), in: Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe, Bd. 17
…the shabby price his Lordship is to pay for it will leave no room for his Lordship to expect the frame with it…
— Joseph Wright of Derby, Brief an William Hayley, 1772
The frames of all the pictures which I exhibited have been materially damaged at the Academy; Mr Milbourne has orders to put them in good condition.
— Joseph Wright of Derby, Brief, frühe 1770er Jahre
Der Rahmen eines Gemäldes muss schlicht sein und darf nicht mit der Malerei konkurrieren.
— Denis Diderot, Salon de 1767
Der Rahmen ist gleichsam ein Fenster, durch das wir in die gemalte Welt blicken.
— Samuel van Hoogstraten, Inleyding tot de Hooge Schoole der Schilderkonst, 1678
Der Rahmen soll das Werk begleiten und nicht übertreffen.
— Giovanni Paolo Lomazzo, Trattato dell’arte della pittura, Mailand 1584
Gemälde werden mit reichen Rahmen geschmückt.
— Giorgio Vasari, Le vite de’ più eccellenti pittori, scultori e architettori, Florenz 1550
Ein Bild soll so erscheinen, als blicke man durch ein offenes Fenster.
— Leon Battista Alberti, De pictura, 1435